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In 5 Schritten zu mehr Energieeffizienz

Welche Investitionen in die eigene Betriebsstätte sich lohnen

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Effizienz
Energiewende
Klimaneutralität
15.06.2022  6 Min.
Autor: Team EWE business

5 Tipps zum Energie sparen für Unternehmen mit eigener Betriebsstätte

Wie lässt sich mit der eigenen Gewerbeimmobilie Energie sparen? Fünf Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Energiekosten senken und etwas für die Umwelt tun können

Durch Energiesparmaßnahmen schonen Unternehmen Ressourcen, verringern ihre Betriebsausgaben und verbessern ihre Klimabilanz. Besonders effektiv können diejenigen Energie sparen, die Eigentümer der eigenen Betriebsstätte sind. Denn sie können ihren Energieverbrauch durch gezielte Investitionen in Energieeffizienz und bauliche Maßnahmen senken. Unsere Tipps zeigen, was sich schon für kleine Betriebe und Selbstständige auszahlt.

 

1. Eine smarte Beleuchtung installieren

Mit dem passenden Licht lassen sich Waren in Szene setzen. Außerdem kann mit der richtigen Beleuchtung eine angenehme, leistungsfördernde Arbeitsatmosphäre geschaffen und für mehr Sicherheit im Betrieb gesorgt werden. Doch bei der Beleuchtung lässt sich auch viel Energie einsparen, indem effiziente LED-Technik mit einer intelligenten Steuerung und einem digitalen Lichtmanagement kombiniert wird. Die Grundlage einer solchen energiesparenden Lichtmodernisierung ist ein individuell auf das Unternehmen und seine Bedürfnisse zugeschnittenes Lichtkonzept. Die kompetenten Licht-Fachkräfte von EWE beispielsweise planen, installieren, überwachen und warten eine solche energiesparende Lichtlösung – auf Wunsch auch im Contracting-Modell, ohne dass Sie als Nutzer der Lichtanlage einen Cent vorab dafür investieren müssen.

 

2. Durchs Lüften Wärme gewinnen

Frische Luft fördert die Konzentrationsfähigkeit. Eine Lüftungsanlage, die die Raumluft automatisch austauscht, sorgt für frische Luft und damit für ein perfektes Arbeitsklima. Doch damit nicht genug: Eine automatische Lüftung vermeidet im Winter hohe Wärmeverluste. Denn es wird immer nur genauso viel gelüftet wie nötig. Ist die Anlage zudem mit einer Wärmerückgewinnung ausgestattet, ist sie der Fensterlüftung um Welten überlegen. Moderne Anlagen nutzen über 90 Prozent der in der Abluft enthaltenen Wärmeenergie, um die einströmende Außenluft über Wärmetauscher vorzuwärmen. Eine Energieeinsparung, die sich lohnt.

 

In besonders gut gedämmten Betriebsgebäuden kann eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sogar die komplette Heizung ersetzen. Im Sommer lässt sich die Funktion umkehren: Die zuströmende Außenluft gibt dann ihre Wärme an das Wärmetauschmedium ab, sodass die Raumluft gekühlt wird und nicht klimatisiert werden muss. Auch das wiederum spart Energie. Für eine automatische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung muss man mit Investitionskosten von mehreren tausend Euro rechnen – je nach Anlagenart und Größe des Gebäudes. Hinzu kommen laufende Kosten für Betriebsstrom sowie Wartung und Reinigung. Allerdings gibt es attraktive Förderprogramme für die Finanzierung und Optimierung von Lüftungsanlagen. Mit dem Geld vom Staat lassen sich die Investitionskosten erheblich senken.

 

3. Den Kühlbedarf reduzieren

Damit die Temperatur in Räumen mit Maschinen oder vielen elektronischen Geräten nicht extrem ansteigt, müssen häufig Klimaanlagen zum Einsatz kommen. Auch zum Kühlen von Waren sind Kühlanlagen notwendig. Doch solche Anlagen verbrauchen viel Strom. Daher sollten sie nicht überdimensioniert sein. Manchmal lohnt sich eine stromsparende Neuanschaffung bereits, wenn das alte Gerät noch funktioniert. Bis zu 15 Prozent der Energiekosten im Jahr spart, wer die Kühlanlagenabwärme für die Warmwasserbereitung nutzt, indem er das Kühlsystem mit der Heizung verbindet. Zusätzlich spart es Energie, wenn der Kühlungsbedarf reduziert wird. Das kann zum Beispiel durch einen baulichen Sonnenschutz geschehen, der vor den Fenstern angebracht wird. Auch ein nächtliches Lüften durch eine automatische Lüftungsanlage kann den Kühlbedarf senken, ebenso wie eine Reduzierung der Lichtleistung in einem Verkaufsraum. Grundsätzlich gilt: Je weniger warm die zu kühlende Umgebung ist, desto weniger Energie wird gebraucht.

 

Extra-Tipp: Bei einer Kompressionsanlage, wie sie oft in der Gastronomie oder auch in fleischverarbeitenden Betrieben zum Einsatz kommt, sollte der Verflüssiger regelmäßig gereinigt werden.

 

4. Die Heizungsanlage austauschen

Alte Heizungen sind wahre Energieschleudern und bieten daher jede Menge Energiesparpotenzial. Schon kleinere Energiesparmaßnahmen z.B. auf Grundlage eines hydraulischen Abgleichs oder der Tausch alter Zirkulationspumpen durch moderne Modelle kann den Energiehunger der Heizung erheblich reduzieren. Noch mehr Einsparung bringt die Integration von erneuerbaren Energien, wie beispielsweise der Einbau einer Solarthermieanlage, die den Energieverbrauch von Öl- und Gasheizungen um rund 20 Prozent verringern kann. Auch die Anschaffung einer Photovoltaikanlage lohnt sich, insbesondere bei hohem Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms. Am meisten spart, wer neben dem Einbinden von erneuerbaren Energien auf moderne, besonders energieeffiziente Heiztechnik setzt – wie beispielsweise eine Wärmepumpe oder auch ein Blockheizkraftwerk, das Strom und Wärme gleichzeitig erzeugt. Mit Wärme-Contracting von EWE können Sie Ihre Heizung auch ohne großen Kostenaufwand erneuern. Denn dann kaufen Sie die Anlage nicht, sondern mieten sie, vereinfacht gesagt.

 

Übrigens: Auch die Abwärme von Produktionsanlagen wie einem Bäckereiofen oder von Kälteanlagen lässt sich zum Heizen nutzen (siehe auch Energiespartipp 3).

 

5. Energie sparen durch Wärmeschutz

Die beste Energiesparmaßnahme ist es, die Energieeffizienz des Betriebsgebäudes zu verbessern. Das wird vor allem durch eine Wärmedämmung der Gebäudehülle erreicht. Je weniger Wärmeenergie nach außen dringt, desto weniger Energie wird für die Wärmeproduktion gebraucht. Neben der Dämmung von Außenwänden und Dach kann ein effektives Mittel zum Beispiel auch sein, eine alte Schaufensterverglasung durch einen hochwärmegedämmte Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung zu ersetzen. Der Austausch ungedämmter Tore durch moderne hochwärmegedämmte Modelle bringt ebenso viel. Im Einzelhandel sollten Sie prüfen, ob sich offene Eingänge durch Wärmeschutzvorhänge und Luftschleusen bzw. Luftschleiern abtrennen lassen.

 

Übrigens: Für eine energetische Gebäudesanierung können Sie finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten. Schließlich gibt es mehrere staatliche Förderprogramme, die Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen mit hohen Zuschüssen unterstützen. Interesse an weiteren cleveren Energiespartipps für Selbstständige und kleine Unternehmen? Hier werden Sie fündig.

Welche Leistungen bietet EWE rund um die Themen Energie sparen und Klimaschutz?

Erfahren Sie mehr über unsere grünen Produkte und Dienstleistungen und lassen sich gerne von uns beraten.

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