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06.07.2021  10 Min.
Autor: Clarissa Twenhoefel

Nachhaltige und bezahlbare Quartierslösungen

Wie Planer bei der Quartiersentwicklung von individuellen All-in-one-Lösungen von EWE profitieren

Wegen steigender Anforderungen durch Energiewende und Digitalisierung wird die Quartiersplanung zunehmend komplexer. Quartiersentwickler können sich jedoch einiges an Arbeit sparen, wenn sie sich professionelle Unterstützung an die Seite holen: von einem Partner, der maßgeschneiderte Infrastrukturlösungen für Wärme, Strom, Internet und Mobilität aus einer Hand liefert. Und das zahlt sich aus – für den Planer wie für die Umwelt.

Jeder, der sich mit Quartiersentwicklung beschäftigt, weiß: Ein Patentrezept gibt es nicht. Denn kein Bauprojekt gleicht dem anderen. Faktoren wie die Lage, die Größe des Objekts oder auch regionale oder lokale Bauvorschriften beeinflussen die Planung – insbesondere, wenn es um den Bau einer größeren Wohnanlage oder gar eines Stadtviertels mit Großwohnsiedlungen geht. Außerdem haben gesellschaftliche Veränderungen dazu geführt, dass zukunftsfähige Quartiere heute weit mehr Funktionen erfüllen müssen als nur „Wohn-Orte“ zu sein. Eine gute Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Handel, Gastronomie und Kultur steigert ihre Attraktivität und verhindert Leerstände. Denn so erreicht man ein Wohnviertel der kurzen Wege, in der sich alle Bevölkerungsgruppen wohlfühlen – insbesondere auch die wachsende Zahl der älteren Menschen.

 

Bild: Westend61/Getty Images

 

Wer heute ein modernes, lebenswertes Quartier plant, muss sich aber neben den Herausforderungen des demografischen Wandels auch steigenden Anforderungen durch Energiewende und Digitalisierung stellen. Geringer Wärmebedarf, die Nutzung erneuerbarer Energien, eine hohe Energieeffizienz, digitale Vernetzung, eine ausreichend vorhandene Infrastruktur für Elektromobilität, günstige Energiepreise oder die Eigenproduktion von Energie – viele Aspekte müssen im Quartierskonzept bedacht werden. Und das führt dazu, dass der Planungs- und Umsetzungsprozess komplexer wird. Die individuellen Interessen von immer mehr Akteuren müssen bereits bei der Planung des Quartiers berücksichtigt und später während des Entstehungsprozesses einer Quartierslösung koordiniert werden: Bauämter, unterschiedlichste Baugewerke, ortsansässige Betriebe, der Handel, soziale Einrichtungen, das Quartiersmanagement der Kommune und nicht zuletzt die Bewohner selbst.

Quartiersentwicklung: gemeinsam schneller ans Ziel

Quartiersentwickler und Stadtplaner sind jedoch nicht auf sich allein gestellt. Sie können sich einen kompetenten Partner an die Seite holen, der ihnen einen Teil der Arbeit abnimmt. Je mehr Kompetenzen dieser Kooperationspartner aufweisen kann, desto besser. Optimal ist, wenn es sich dabei um einen erfahrenen Energie- und Telekommunikationsspezialisten handelt, der auf unterschiedliches Know-how rund um die Quartiersinfrastruktur im Unternehmen zurückgreifen und somit sämtliche Leistungen in diesen Bereichen aus einer Hand anbieten kann.

 

Bild: skynesher/E+/Getty Images

 

Das bringt auch deshalb Vorteile, weil ein Energie- und Telekommunikationsdienstleister die intelligente Vernetzung von Energie, Kommunikation und Mobilität gleich von Anfang an mitdenkt. So kann er eine auf das Projekt zugeschnittene, energetisch wie wirtschaftlich optimale Lösung garantieren. Voraussetzung ist, dass der Projektpartner bei der Quartiersentwicklung schon frühzeitig, am besten bereits beim Entstehen der Projektidee, mit ins Boot geholt wird.

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Welche Leistungen lassen sich in einer Quartierslösung bündeln?

Der Dienstleister plant und organisiert die komplette Infrastruktur für eine zukunftsweisende Energie-, Telekommunikations- und E-Mobilitätsversorgung. Er installiert eine Wärmeversorgung auf dem neuesten Stand der Technik, und zwar exakt nach den Primärenergiefaktor-Vorgaben, die das Bauprojekt erfordert. Kommt zum Beispiel ein zentrales Blockheizkraftwerk (BHKW) zum Einsatz, ist zusätzlich zu den Anschlussleitungen ein Nahwärmenetz mit Übergabestationen nötig, über die die einzelnen Wohn- und/oder Gewerbeeinheiten versorgt werden. Und, um im Beispiel zu bleiben: Auch für den mit dem BHKW über Kraft-Wärme-Kopplung erzeugten Strom wird eine zentrale Infrastruktur geschaffen, über die die einzelnen Gebäude des Quartiers angeschlossen werden.

 

Bild: Westend61/Getty Images

 

Außer diesen Anschlüssen ans Energienetz brauchen die Gebäude keine weitere Technik zur Energieerzeugung mehr. Ein digitales Energiemanagement regelt, wann der Strom eigengenutzt und wann er an der Strombörse vermarktet wird. Als Ergänzung gehören selbstverständlich auch Photovoltaik- und Speicherlösungen, mit denen sich die Energieautarkie von Quartieren erhöhen lässt, zu einem echten All-in-One-Angebot dazu.

 

Generell geht der Anbieter bei der Erarbeitung einer Energie-Quartierlösung technologiefrei vor. Das heißt, er wählt für seine Quartierskonzepte immer die je nach Bedarf und Gegebenheiten vor Ort am besten passende Energieerzeugung: ob BHKW oder Wärmepumpe, ob Solarthermie und/oder Photovoltaik, ob mit oder ohne Speicherlösung. Auch eine Kälteversorgung kann in ein solches Netz eingebunden werden. Zur ganzheitlichen Infrastrukturentwicklung eines Quartiers gehören darüber hinaus Glasfaserleitungen für eine schnelle und ausbaufähige Internetanbindung, flächendeckendes, sicheres WLAN und nicht zuletzt auch eine ausreichende Anzahl an Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Contracting: Fortsetzung der effizienten Partnerschaft

Es lohnt sich, die Partnerschaft mit der Fertigstellung der Immobilien nicht enden zu lassen, sondern in Form eines Wärme-Contractings fortzuführen. Denn gerade für Quartiere hat sich das Contracting als ein besonders zukunftsfähiges und günstiges Modell erwiesen. Das Prinzip: Der Energiedienstleister plant und installiert im Zuge der Quartiersplanung eine maßgeschneiderte Energielösung. Doch damit nicht genug: Er finanziert und betreibt sie auch hinterher als Contractor.

 

Bild: Milos Dimic/E+/Getty Images

 

Für einen Bauträger bzw. Bauherrn bedeutet das, er muss sich nicht um den Bau von Heizung und Schornstein kümmern. Er hat keine Kapitalbindung, kein Risiko. Die Baukosten verringern sich entsprechend. Mit dem Verkauf der Immobilien an die Endkunden, schließen diese dann einen Vertrag mit dem Energiedienstleister und kaufen somit die fertige Energie aus der zentralen Erzeugungsanlage. Gehen die Wohnungen und Häuser nicht in private Hand oder an ein Wohnbauunternehmen, sondern bleiben im Eigentum des Investors, ist er der Vertragspartner und künftige Abnehmer der Energie. Um Überwachung, Wartung, Reparatur und den Schornsteinfeger kümmert sich der Energieversorger und nicht der Betreiber der Wohnanlage.

Die Vorteile von Full-Service-Lösungen für Quartiersentwickler

  • mehr Zeit fürs Hauptgeschäft, weil der Energiepartner und Wärme-Contracting-Anbieter einem Arbeiten, Absprachen und Genehmigungen abnimmt
  • keine Investition in die Wärmeerzeug nötig, wodurch sich die Baukosten verringern
  • nachhaltige, effiziente Quartierslösung auf dem neuesten Stand der Technik, die auch im Betrieb geringe Energiekosten verursacht
  • staatliche Förderungen für eine energieeffiziente Bauweise können eingebunden werden
  • moderne Glasfasernetze ermöglichen die problemlose Installation von zukunftsfähigen Smart-City-Lösungen
  • High-Speed-Internet und eine flächendeckende Ladeinfrastruktur für Elektroautos steigern die Attraktivität des Quartiers
  • zufriedene Bewohner dank sicherer Energieversorgung des Quartiers rund um die Uhr, einer Highspeed-Internetanbindung und zukunftsfähiger Ladeinfrastruktur für Elektromobilität

Von einer Quartier-Partnerschaft wie dieser haben somit alle etwas: Investoren, Planer und Bauherren können sich voll und ganz auf ihr jeweiliges Kerngeschäft konzentrieren, das Klima profitiert von einer Reduktion des CO2-Ausstoßes und die Quartiersbewohner erhalten ein lebenswertes Wohnumfeld, das fit für die Zukunft ist.

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