Letzte Aktualisierung:
03.03.2022
5 Minuten
Phishing zählt seit Jahren zu einer der beliebtesten und leider auch effizientesten Form von Cyberkriminalität. Ein unbedachter Klick, die IT-Sicherheit wird umgangen und schon sind persönliche Daten für unbefugte Dritte zugänglich. Daher gilt: Wer Phishing-Attacken rechtzeitig erkennt, schützt sich und seinen Arbeitgeber vor größeren Schäden.
Die Abfolge beim sogenannten Phishing läuft eigentlich immer identisch ab: Sie bekommen eine E-Mail von einem im ersten Moment vertrauenswürdigen und bekannten Absender. Beispielsweise von einer Bank, PayPal, Amazon, Ebay oder der Deutschen Post. In dieser Mail werden Sie aufgefordert, schnell zu handeln und einen Button anzuklicken. „Ihre Bestellung verzögert sich“, „Es gibt Änderungen beim Datenschutz. Bitte bestätigen Sie diese mit einem Klick“ oder „Bei Ihrer letzten Bestellung kam es zu einem Problem“ sind häufig verwendete Aufforderungen. Hinter dem Link verbirgt sich eine Fake-Webseite – in einem ähnlichen Design wie die Originalseite. Wer dort seine persönlichen Daten eingibt, ist dem Cyberkriminellen ins Netz gegangen.
Die Cyberkriminellen, auch Phisher genannt, bedienen sich im Allgemeinen eines einfachen Tricks. Die nachgebaute und schädliche Webseite bekommt dasselbe Erscheinungsbild wie das Original und die Domain lautet auch sehr ähnlich. Ein Beispiel. Die richtige Website lautet: qualitaetslogistiker.de und die gefälschte Seite lautet qualitätslogistiker.de. Dieser kleine Unterschied reicht aus, um den User auf eine falsche Seite zu lotsen. Auch der Einsatz von ähnlich aussehenden Buchstaben aus anderen Alphabeten ist bei Cyberkriminellen sehr beliebt. Zum Beispiel unterscheidet sich das kyrillische „а“ kaum vom lateinischen „a“. Technisch gesehen unterscheidet sich die Website „bank.de“ (Schreibweise mit einem lateinischen a) von der „bank.de“ (Schreibweise mit einem Kyrillischen a). Das Netz ist ausgeworfen.
Die Wahrscheinlichkeit einer Phishing-E-Mail ist groß, wenn Sie oder Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine E-Mail erhalten, auf die eines der folgenden Merkmale zutrifft:
So handeln Sie richtig, wenn Sie Zweifel haben:
1. Klicken Sie niemals auf Links in einer dubiosen E-Mail.
2. Wenn Sie sich unsicher sind, hilft ein Anruf beim Absender.
3. Geben Sie keinesfalls persönliche Daten wie Passwörter, Kreditkarten- oder Transaktionsnummern via E-Mail preis.
4. Geben Sie persönliche Informationen nur in der gewohnten Weise etwa auf der Online-Banking-Website ein.
5. Starten Sie niemals einen Download-Link direkt aus einer E-Mail heraus, wenn Sie sich nicht zu 100 Prozent sicher sind und dem Absender vertrauen.
6. Öffnen Sie niemals Dateien im Anhang einer verdächtigen E-Mail.
7. Beenden Sie jeden Log-in durch einen regulären Log-out. Und löschen Sie anschließend den Cache ihres Computers. Beispielsweise durch das gleichzeitige Drücken der Tastenkombination [Strg], [Shift] und [Entf].
8. Haben Sie stets ein Blick auf Ihre Kontobewegungen.
9. Vertrauen Sie niemals Websites ohne Verschlüsselung.
10. Achten Sie stets darauf, dass Ihre Antivirus-Software aktuell und die Firewall aktiv ist.
Und ein letzter Tipp zum Schluss Kein Kreditkarteninstitut und kein seriöser Anbieter fordert Sie per E-Mail auf, vertrauliche Zugangsdaten preiszugeben.
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