Letzte Aktualisierung:
20.05.2026
8 Minuten
100.000 IT-Fachkräfte fehlten laut Branchenverband Bitkom 2025 allein in Deutschland. Im Schnitt dauert es fast acht Monate, eine offene IT-Stelle zu besetzen. Eine Trendwende ist jedoch nicht in Sicht. Eine Bitkom-Umfrage zeigt, dass 8 von 10 Unternehmen glauben, dass sich der Fachkräftemangel eher noch verschärfen wird, da aufgrund der Digitalisierung mehr Fachkräfte benötigt werden als heute. Hinzu kommen der demografische Wandel und die wachsenden Lücken zwischen vorhandenen und benötigten Fähigkeiten im IT-Bereich. Auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz führt bisher nicht zu einem Abbau von Stellen im IT-Bereich in deutschen Unternehmen.
Was können Sie also tun, wenn entscheidende IT-Positionen in Ihrem Unternehmen unbesetzt bleiben? Was können Sie unternehmen, damit wichtige Digitalisierungsprojekte nicht liegen bleiben und Ihr IT-Sicherheitsniveau nicht sinkt? Die beste Möglichkeit ist der Einsatz von Managed Services, bei denen ein erfahrener Dienstleister einige Ihrer IT-Aufgaben übernimmt. Managed Services sind dabei kein Notbehelf, sondern eine strategische Chance. Sie erhöhen Ihre Flexibilität, Skalierbarkeit und Sicherheit und bieten Ihnen entscheidende Wettbewerbsvorteile.
Unbesetzte IT-Stellen oder IT-Teams, die ihre Kapazitätsgrenzen erreichen, sorgen nicht nur für Unmut, sondern bergen auch hohe Geschäftsrisiken. Softwareupdates werden nicht durchgeführt. Mitarbeitende werden nicht geschult. IT-Systeme werden nicht mehr überwacht. Digitalisierungsprojekte bleiben liegen. Die Compliance mit wichtigen Gesetzes- oder Kundenvorgaben kann nicht mehr gewährleistet werden. Insgesamt steigt Ihr Risiko, Opfer eines erfolgreichen Cyberangriffs zu werden. Gleichzeitig sinkt Ihre Wettbewerbsfähigkeit, da Sie Kundenanforderungen nicht mehr erfüllen können und weniger effizient arbeiten. Im schlimmsten Fall drohen sogar Bußgelder. Stellen Sie sich daher folgende Fragen: Was passiert, wenn die IT in Ihrem Unternehmen für drei Tage ausfällt? Was passiert, wenn große Aufträge ausbleiben, weil Sie die Branchenstandards nicht mehr erfüllen?
Der größte Vorteil von Managed Services besteht darin, dass Sie nicht selbst die benötigten IT-Spezialist:innen finden, einstellen und halten müssen. Wenn Sie konkrete Aufgaben an einen Managed-Service-Provider (MSP) auslagern, erhalten Sie direkten Zugriff auf ein ganzes Expertenteam. Dieses müssen Sie weder vorhalten noch aus- und weiterbilden. Zu in der Regel festen monatlichen Kosten bekommen Sie erfahrene Expert:innen an Ihre Seite, profitieren vom Schwarmwissen aus der Betreuung zahlreicher Kund:innen und können die neuesten Technologien nutzen. Mit Ihrem MSP können Sie beispielsweise ein proaktives 24/7/365-Monitoring Ihrer IT vereinbaren. Somit stellen Sie sicher, dass Ihre Security nicht von der Verfügbarkeit und dem Wissen einzelner Personen abhängig ist. Das steigert Ihre Cybersicherheit, sorgt für ein bessere Performance Ihrer IT-Systeme und erhöht das Vertrauen bei Mitarbeitenden, Kund:innen und Partner:innen. Mit Managed Services erhalten Sie mehr Leistungen, planbare Kosten und müssen auf dem leergefegten Arbeitsmarkt keine weiteren IT-Fachkräfte finden.
Prinzipiell sind Managed Services für alle Unternehmen geeignet, deren IT-Abteilung (bald) an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit stößt oder diese bereits überschritten hat. Das betrifft in absehbarer Zukunft nahezu alle Firmen. Welche Aufgaben konkret an einen MSP ausgelagert werden, hängt jedoch von Ihrer Branche, Ihrer Arbeitsweise, Ihren Ressourcen und Ihrem bereits vorhandenen Know-how ab. Im Folgenden stellen wir Ihnen die drei häufigsten Managed Services vor, die jeweils unterschiedliche Ebenen und Aufgaben adressieren. In der Praxis gehen diese Bereiche oft ineinander über, weshalb wir Ihnen grundsätzlich eine ausführliche Beratung vorab empfehlen.
Bei Managed Security übernimmt ein externer Dienstleister den Betrieb und die Überwachung von IT-Sicherheitslösungen. Dazu zählen unter anderem Firewall, Intrusion Detection/Prevention (IDS/IPS), Endpoint Security, SIEM sowie Incident Response.
Typische Leistungen:
Vorteile für Ihr Unternehmen:
Bei der Managed Cloud übernimmt ein externer Dienstleister den Betrieb und die Verwaltung von Cloud-Infrastrukturen (Public, Private oder Hybrid). Dazu gehören unter anderem die Bereitstellung, Skalierung, Wartung und Optimierung der Ressourcen.
Typische Leistungen:
Vorteile für Ihr Unternehmen:
Bei Managed Network übernimmt ein externer Dienstleister die Planung, den Betrieb und die Überwachung der gesamten Netzwerk-Infrastruktur eines Unternehmens oder Teile davon – von der Standortvernetzung bis hin zum WLAN.
Typische Leistungen:
Vorteile für Ihr Unternehmen:
Damit Sie einen belastbaren Kostenvergleich zwischen der Einstellung eigener Mitarbeitenden und Managed Services erstellen können, stellen wir Ihnen im Folgenden zwei verschiedene Modelle vor. Diese zeigen, welche Kostenpunkte und Leistungen in der jeweiligen Variante auf Sie zukommen.
Typische Kostenblöcke im Detail | ||
|---|---|---|
| Eigene Mitarbeitende (Inhouse IT) | Managed Services |
Direkte Kosten |
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Indirekte Kosten |
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Strukturelle Kosten |
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➔ Auch Managed Services sind nicht komplett frei von indirekten Kosten. Sie verlagern sich jedoch von schwer steuerbaren Personalthemen hin zu planbaren Steuerungs- und Vertragsaufgaben. | ||
Vergleich als Total-Cost-of-Ownership-Modell (TCO-Modell) | ||
|---|---|---|
Kostenkategorie | Inhouse IT | Managed Services |
Personal | Hoch & langfristig gebunden | In Servicegebühr enthalten |
Recruiting & Fluktuation | Hoch | Entfällt |
Weiterbildung | Laufend notwendig | Übernimmt der Anbieter |
Tools & Infrastruktur | Separate Investitionen | Meist inkludiert |
Skalierung | Langsam & teuer | Schnell & flexibel |
Budgetplanbarkeit | Mittel | Hoch |
Risiko (Ausfall, Security) | Intern getragen | Größtenteils ausgelagert |
➔ Inhouse-Lösungen sind meist nur auf den ersten Blick günstiger, wenn das reine Gehalt mit der Servicegebühr verglichen wird, ohne die indirekten Kosten zu berücksichtigen. Managed Services sind häufig wirtschaftlicher, da der Aufwand geringer ist, die Ausfallkoste niedriger sind, die Auslastung besser ist und die Recruiting-Kosten entfallen. Hinzu kommt das höhere Sicherheits- und Performanceniveau, das in der Regel mit einem internen Team nicht erreicht werden kann.
Ein Managed-Service-Anbieter ist kein einfacher Lieferant, sondern ein Partner auf Augenhöhe. Oft wird er tief ins eigene operative Geschäft integriert. Die Auswahl des richtigen Partners ist daher entscheidend. Mit unserer Checkliste liefern wir Ihnen einen ersten Leitfaden um den Partner zu finden, der Ihren Personalengpass am besten löst.
Deckt der Anbieter genau die von Ihnen benötigten Bereiche und Aufgaben ab?
Gibt es modulare Services oder nur starre Pakete?
Werden auch angrenzende Themen wie Compliance oder Beratung abgedeckt
Verfügt der Anbieter über relevante Zertifizierungen (z. B. ISO 27001)?
Gibt es nachweisbare Erfahrung in Ihrer Branche?
Arbeitet der Anbieter mit den aktuellen Technologien (z. B. SIEM, SD-WAN, SASE)?
Bestehen Technologiepartnerschaften mit führenden Herstellern?
Sind Reaktions- und Lösungszeiten klar definiert?
Gibt es garantierte Verfügbarkeiten?
Gibt es einen 24/7-Support oder Erreichbarkeit nur während der Geschäftszeiten?
Erfüllt der Anbieter regulatorische Anforderungen (DSGVO, NIS2)?
Wo werden die Daten verarbeitet und gespeichert?
Gibt es transparente Sicherheitskonzepte?
Werden regelmäßig Reports und Security-Analysen bereitgestellt?
Ist das Preismodell klar verständlich?
Sind alle Leistungen enthalten oder gibt es versteckte Zusatzkosten?
Lassen sich Services kurzfristig anpassen (z. B. neue Standorte, mehr User)?
Sind die Vertragslaufzeiten flexibel oder stark bindend?
Gibt es feste Ansprechpersonen?
Wie ist der Support organisiert?
Erfolgt proaktives Monitoring oder nur reaktiver Support?
Werden regelmäßige Service-Reviews durchgeführt?
Wie werden die Migration und die Übernahme von bestehenden Systemen umgesetzt?
Gibt es ein strukturiertes Onboarding-Konzept?
Hier zeigen wir Ihnen anhand von zwei Praxisbeispielen, wie Unternehmen aus der Region mithilfe unserer Managed Services dem Fachkräftemangel entgegengewirkt haben.
Lebenshilfe Lüneburg-Harburg: Sichere IT für eine soziale Einrichtung
Die Situation: Die Lebenshilfe betreibt über 40 Standorte in Niedersachsen. Mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden setzt sie sich für Menschen mit Behinderungen ein – in Wohnprojekten, Kitas, Werkstätten und vielen weiteren Einrichtungen.
Die Herausforderung: Die Lebenshilfe arbeitet mit hochsensiblen Daten und ist über die Jahre stark gewachsen. Ihre IT-Infrastruktur war für die neuen Herausforderungen nicht mehr ausgelegt. Sicherheitslücken, Ausfallzeiten und der Wartungsaufwand überlasteten die IT-Abteilung. Aufgrund des Fachkräftemangels konnten auch keine zusätzlichen Ressourcen für weitere digitale Prozesse oder die steigenden gesetzlichen Anforderungen bereitgestellt werden.
Die Lösung: Eine grundlegende Modernisierung der IT-Infrastruktur und eine strategische Partnerschaft mit EWE. Die Standorte sind nun über ein modernes MPLS verbunden und die Daten werden im regionalen Rechenzentrum von EWE gespeichert. Im Bereich IT-Sicherheit setzt die Lebenshilfe ebenfalls auf Managed-Lösungen von EWE: eine Managed Firewall, ein professionelles Schwachstellenmanagement sowie Schutzlösungen für Endgeräte, E-Mails und vor DDoS-Angriffen.
Das Ergebnis: Eine geschützte IT und eine spürbare Entlastung der Mitarbeitenden. Die komplette Referenz finden Sie hier.
GRUBE KG: Maximale Kundenzufriedenheit und Erreichbarkeit
Die Situation: Die GRUBE KG versendet bereits in der dritten Generation Qualitätsprodukte rund um die Themen Wald, Landschaft, Natur und Umwelt aus der Lüneburger Heide nach ganz Europa. Mit rund 370 Mitarbeitenden ist GRUBE mittlerweile der führende Versandhandel für Forstbedarf.
Die Herausforderung: Fast 80 Prozent ihres Umsatzes erwirtschaftet die GRUBE KG heute über den Online-Shop. Ein IT-Ausfall kann daher schnell teuer werden.
Die Lösung: Ein kluger Mix aus Infrastruktur- und Sicherheitsmaßnahmen. Die Basis bildet eine redundante, hochverfügbare und sichere Standortanbindung von EWE. Hinzu kommen Managed-IT-Security-Lösungen von EWE: Die Endpoint-Security-Lösung sowie die professionelle DDoS-Mitigation schützen vor Cyberangriffen und Schadsoftware. Über die EWE business Academy werden zudem alle Mitarbeitenden regelmäßig im Umgang mit Cyberbedrohungen wie Phishing geschult.
Das Ergebnis: Aufgrund des hohen IT-Schutzes bleiben die GRUBE KG und ihr Online-Shop immer erreichbar. Das stärkt die Kundenbindung und die Kundenzufriedenheit. Die komplette Referenz finden Sie hier.
Das Warten auf neue Mitarbeitende ist keine Strategie. Managed Services sind dagegen eine proaktive und wirtschaftlich sinnvolle Lösung, um dem IT-Fachkräftemangel sofort und nachhaltig entgegenzuwirken. Denn eine Besserung ist aufgrund demografischen Wandels nicht in Sicht. Hinzu kommt eine wachsende Skill Gap zwischen den benötigten und den am Markt verfügbaren IT-Qualifikationen. Dieses Problem umgehen Sie, indem Sie das notwendige Know-how über einen Managed-Service-Provider einkaufen. So müssen Sie das Fachwissen weder vorhalten noch ausbilden. Teilen Sie die Betriebsverantwortung auf, behalten Sie aber durch klare Verträge und Prozesse die vollständige Kontrolle. Skalieren und wachsen Sie mit einem Managed Service, ohne zusätzliches Personal aufzubauen. Steigern Sie Ihre Sicherheit und Performance mit Expert:innen und den neuesten Technologien. Legen Sie Ihre IT in die Hände eines vertrauensvollen Partners und fokussieren Sie sich ganz auf Ihr Kerngeschäft!
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