Ein Mann führt eine Serverwartung durch | EWE macht Schule

Muss alles neu sein?

Manche Investitionen lohnen sich, manche nicht.

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Anforderungen an den digitalen Unterricht wachsen schnell

Viele Schulen haben in den vergangenen Jahren in ihre digitale Infrastruktur investiert. Aber so schnell wie sich die Technik und das Mediennutzungsverhalten von Schülerinnen und Schüler entwickeln, so schnell steigen auch die Anforderungen an das Schulnetzwerk und die gesamte Infrastruktur. Investitionen sind nötig. Aber nicht jede Investition lohnt sich. Wir zeigen, worauf zu achten ist und wo gespart werden kann. 

Sie fragen sich, wie die Digitalisierung an Ihrer Schule am besten finanziert wird? Wir stellen Ihnen gern mögliche Förderprogramme vor.

Belastungsspitzen sind extrem

In einem Moment ist alles ruhig, im nächsten gehen mehrere Klassen mit 30 Kindern online, rufen Videos ab, googeln, chatten, mailen. In der Pause wollen dann alle auf dem Schulhof oder in der Cafeteria online gehen. Und in all diesem Auf und Ab muss auch die Verwaltung eine stabile Verbindung haben, müssen Lehrerinnen und Lehrer ihren Unterricht online vorbereiten. 

Kurz: Ein Schulnetz muss hart im Nehmen sein und mit den steigenden Anforderungen wachsen können. Denn der digitale Unterrichtsteil wird zunehmen. Jedes digitale Whiteboard, jeder schuleigene Laptop und jedes mitgebrachte Smartphone steigern das Datenvolumen.

Zwei Mädchen lernen am Laptop | EWE macht Schule
DSL Netzwerkverbindungen | EWE macht Schule

Breitband oder Flaschenhals?

Viele Schulen nutzen noch immer ISDN-Leitungen fürs Telefon, manchmal sogar noch für den Datenverkehr. Aber ISDN wird demnächst abgeschaltet. Eine Erneuerung ist somit unumgänglich. Aber auch Schulen, die bereits eine einfache DSL-Leitung haben, werden um ein Upgrade kaum noch herumkommen. 16 Megabit pro Sekunde, was vor wenigen Jahren als schnell galt, reicht heute für eine Schule kaum noch aus. Sobald mehrere Klassen gleichzeitig mit Videokonferenzen arbeiten oder mehrere Rechner im Netz angemeldet sind, führt kein Weg an einer stärkeren Internetleitung vorbei. Die neue DSL-Generation heißt VDSL und ist in vielen Regionen Niedersachsens verfügbar. Sie lässt Downloadgeschwindigkeiten von 25 bis zu 100 Megabit pro Sekunde zu. Und noch schneller wird es mit einer Glasfaseranbindung.

Neue Technik-Standards bei der Vernetzung

Auch WLAN-Hardware kann schnell den neuen Anforderungen nicht mehr gerecht werden. Denn Schulen gelten heute als „High-Density-Umgebungen“: Schüler und Lehrer gehen teils mit mehreren Geräten gleichzeitig online. Diese Belastungsspitzen gab es vor wenigen Jahren noch nicht. Hier lohnt sich ein Blick auf den Übertragungsstandard, den Router und die Access-Points: Kennt man aus dem Privatbereich noch Bezeichnungen wie „802.11a“, „b“ oder „n“, so kommt man im Schulalltag heute um den Hochleistungsstandard „ax“ nicht mehr herum.

 

Ähnliches trifft auch auf die kabelgebundene Infrastruktur zu. Noch vor Kurzem galten bei den Switches, die den Datenverkehr regeln, Ethernet-Ports mit einem Gigabit als schnell – heute werden 2,3-Gigabit-schnelle Multi-Gigabit-Ports gefordert.

Jüngere Schüler lernen am Laptop | EWE macht Schule

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Im Clinch mit dem Brandschutz

Wenn in Schulen mehr Gebäude, Räume oder Außenflächen mit schnellem Internet versorgt werden müssen – sei es über WLAN oder LAN-Vernetzungen –, stehen auch meist Ausbauten der IT-Infrastruktur an. Zum Beispiel müssen Kabel neu gezogen und weitere Netzwerkgeräte wie Switches installiert werden. Diese benötigen Strom. Das Problem: Aus Brand- und Denkmalschutzgründen lassen sich Stromkabel nicht immer dort verlegen, wo man sie bräuchte. In diesem Fall können so genannte Access-Points Abhilfe schaffen. Diese Geräte beziehen ihren Strom über das Netzwerkkabel. Den Standard nennt man „Power over Ethernet“ (PoE).

Mann verlegt neuen Internetanschluss | EWE macht Schule
Mann mit Laptop im Server Raum | EWE macht Schule

Ein zentrales Management hilft

Je komplexer das wachsende Schulnetzwerk wird, desto anspruchsvoller wird die Überwachung und Wartung. Ideal ist ein zentrales Management, bei dem – am besten cloudbasiert – jedes Gerät kontrolliert wird und Updates eingespielt werden können. Darüber wird beispielsweise außerdem frühzeitig erkannt, wenn ein Netzwerkbestandteil Probleme macht. Auch deswegen ist es wichtig, für das Schulnetz hochwertige Netzwerkkomponenten auszusuchen, die auf diese Art ferngewartet werden können.

Planung durch Profis

Für die Planung der Schulnetzausstattung sind erfahrene Dienstleister gefragt. Denn in Schulnetzen werden Geräte eingesetzt, die viel robuster sind und den gestiegenen IT-Sicherheitsanforderungen genügen müssen. So rechnet man mit bis zu zehn WLAN-Access-Points für eine typische Grundschule. Bei einer Berufsschule können es bis zu 300 sein. Dazu kommen die Switches, die den komplexen Datenverkehr regeln. Bis zu drei davon werden in einer Grundschule verbaut, in einer Berufsschule kommt man schon auf 50.

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