CEO-Fraud: Wenn ein Anruf zum Millionenschaden führt
Die perfide Masche der Cyber-Kriminellen und wie Sie sich schützen
Die CEO-Fraud-Masche ist einfach und doch raffiniert. Ein vermeintlicher Geschäftsführer oder Vorstand ruft an und verlangt „in einer geheimen Sache“ die Überweisung eines Betrages auf ein Geschäftskonto im Ausland. Der Mitarbeitende fühlt sich geehrt, dass der Chef in dieser exklusiven Angelegenheit auf ihn zukommt, und er handelt, ohne weiter nachzufragen. Das Geld ist weg. Mit der Betrugsmasche „CEO-Fraud“ erbeuten Betrüger jährlich Millionenbeträge. Und täglich werden es mehr. Was sich allerdings in den letzten Jahren geändert hat, sind die Unternehmen, gegen die sich der Betrug richtet. Während es vor ein paar Jahren hauptsächlich große Unternehmen waren, registriert die Polizei zunehmend Fälle bei Mittelständlern und kleineren Unternehmen.
So werden Ihre Mitarbeitenden getäuscht
Verschleierter Kontakt
per Anruf, Fax oder E-Mail
Vorspiegelung falscher Tatsachen
oft in einer "besonders vertraulichen" Angelegenheit
Hohe Glaubwürdigkeit
durch Kenntnis von Interna (Zuständigkeiten, Strukturen etc.)
"Dringliche" Forderungen an Mitarbeiter
beispielsweise Daten herauszugeben
Aufforderung zur Geldüberweisung
auf ein angeblich neues Konto z.B. in China oder Hongkong
Der Trick mit dem Insiderwissen
Damit Mitarbeitende, die z. B. im Finanzbereich arbeiten oder Prokura haben, keinen Verdacht schöpfen, beziehen sich die Kriminellen bei der Kontaktaufnahme oft auf Insiderwissen. Zu den Informationsquellen der Betrüger zählen Wirtschafts- und Quartalsberichte, Eintragungen im Handelsregister, Anzeigen und Werbebroschüren, die Firmen-Website oder soziale Medien. Ist das Vertrauen gewonnen, haben die Kriminellen freies Spiel.
- Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeitenden für das Thema CEO-Fraud.
- Beziehen Sie ggf. Ihre Geschäftsführung in die interne Sensibilisierung mit ein.
- Etablieren Sie Abwesenheitsregelungen, um Unsicherheiten zu vermeiden.
- Schaffen Sie ein Kontrollsystem mit Zuständigkeiten für besondere Überweisungsaufträge.
- Prüfen Sie Absenderadresse und Inhalt von potenziellen CEO-Fraud-E-Mails auf korrekte Schreibweise.
- Halten Sie Rücksprache mit dem genannten Auftraggeber bzw. bitten um schriftliche Rückmeldung bei einer telefonischen Anweisung.
- Nehmen Sie mit der Geschäftsleitung bzw. dem Vorgesetzten Kontakt auf, wenn Ihnen eine Anweisung fragwürdig erscheint.
- Prüfen Sie angeblich veränderte Kontodaten immer gegen.
- Und besonders wichtig: Melden Sie Betrugsfälle der Polizei!
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