Eine Frau steht in einer Produktionshalle neben silbernen Rohlingen von Fahrzeugteilen. Sie hält in Laptop in der Hand und schaut darauf.
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Sichere Standortvernetzung

Diese Varianten gibt es

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Digitalisierung
Glasfaser/Internet
28.04.2022  6 Min.
Autor: Team EWE business

Sicherer Datenaustausch zwischen Standorten

Selbst eine einfache Mail ins Lager kann großen Schaden anrichten.

Kaum jemand hat wirklich Sicherheitsbedenken, wenn man per E-Mail einen Versandauftrag an das eigene Lager zwei Straßen weiter verschickt. Bedenken, ob diese eine E-Mail dem eigenen Arbeitgeber irgendwie schaden könnte. Aber das kann sehr wohl der Fall sein. Denn wer seine Standorte nicht mit einem geschützten Netz verbindet, riskiert, dass diese eine E-Mail über Umwege erst mal um die ganze Welt geschickt wird, bis sie zwei Straßen weiter ankommt. Und dabei im schlimmsten Fall durch kriminelle Hände geht.

 

Den optimalen Schutz für Unternehmen bietet ein vom öffentlichen Netz entkoppelter Datenaustausch. Damit können agile Teams über Standorte verteilt sicher zusammenarbeiten, Daten können aus verschiedenen Systemen zusammenfließen, dezentrale Produktionen koordiniert und Versandaufträge direkt verschickt werden. Unter Einhaltung höchster Sicherheitsstandards.

 

Bei der Umsetzung gibt es jedoch einiges zu beachten. Auch hier gilt: Die Anforderungen bestimmen das optimale Paket, und nicht jede Lösung ist uneingeschränkt überall verfügbar. Wir stellen drei Varianten für eine sichere Standortvernetzung vor.

 

Standleitung bei bis zu drei Standorten

Beispiel eins: Eine Firma für Pharmaprodukte hat in Verden an der Aller ihren Firmenhauptsitz. Vertrieb, Marketing, Produktmanagement, Disposition und Geschäftsführung arbeiten dort mit etwa 125 Mitarbeitern in einem dreistöckigen Bürogebäude. Die Warenannahme und -ausgabe, die Logistik und die Lagerhallen sind im dreißig Kilometer entfernten Walsrode. Täglich kommen wichtige Waren an und gehen diverse Lieferungen an Kunden raus. Ein Ausfall der Internetverbindung würde den ganzen Betrieb lahmlegen. Das passende Produkt ist in diesem Fall eine Punkt-zu-Punkt-Vernetzung auf Basis des etablierten Layer-2-Ethernets. Das bedeutet, dass beide Gebäude über eine exklusive Glasfaserleitung miteinander verbunden sind. Dort können Daten – abgeschottet vom öffentlichen Netz – mit Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich sicher und hochverfügbar ausgetauscht werden. Vorteil in diesem Fall ist auch, dass es ausreicht, wenn die Firmenzentrale mit einer Firewall geschützt wird. Apropos Schutz: Wer es ganz sicher haben möchte, kann mit einer zweiten Glasfaserleitung sowie einem redundant geschalteten zweiten Router einen Ausfall der Internetverbindung zwischen den beiden Standorten so gut wie unmöglich machen.

 

Virtuelle private Netzwerke bei mehr als drei Standorten

Jetzt nehmen wir mal ein etwas größeres Unternehmen aus Oldenburg. Dort sitzt der Großteil der etwa 650 Mitarbeiter. Ein kleinerer Teil arbeitet verteilt in etwa 20 Filialen in Niedersachsen und den angrenzenden Bundesländern sowie im Homeoffice. All diese Menschen sicher und stabil mit einer Standleitung zu verbinden, wäre viel zu aufwendig und zu teuer. Daher würde man in diesem Fall alle Standorte in einem eigenen, virtuellen Raum auf Layer-3-IP-Basis vernetzen. Quasi ein eigenes, digitales Firmennetz aufbauen, das komplett vom öffentlichen Netz entkoppelt ist. Die Lösung von EWE läuft exklusiv auf der EWE-eigenen Glasfaserinfrastruktur und ist daher maximal sicher und leistungsfähig. Was bedeutet das für die dezentrale Kommunikation? Die Daten müssen beim Versand nicht verschlüsselt werden. Und das wiederum verhindert störende Latenzzeiten. Man spricht dann von der sogenannten MPLS-Technologie (Multiprotocol Label Switching). Ein weiterer Vorteil ist, dass Daten priorisiert behandelt werden können und man zentralseitig festlegen kann, welcher Standort wie viel Bandbreite erhält. Was das genau bedeutet? Sie können zum Beispiel bestimmen, dass eingehende Anrufe immer wichtiger sind als Datentransfers. So bleiben alle Mitarbeiter immer telefonisch erreichbar, auch wenn im Extremfall die Bandbreite für einen kurzen Moment durch Back-ups oder großvolumige Datenpakete vollständig blockiert ist.

 

Auch für kleine Firmen mit wenigen Standorten empfiehlt sich eine sichere Standortvernetzung. (Bild: Caterina Bernardi / Tetra Images / Getty Images)

 

Kostengünstig über Firewall und VPN

Beispiel drei ist eine kleine Agentur für Marketingkommunikation mit zwei Büros in den Randgebieten von Papenburg und Emden. In diesem Fall würde sich eine Standardvernetzung mit einem Virtuellen Privaten Netzwerk (VPN) über das Internet am besten eignen. Wenn diese über eine professionelle Managed Firewall geschützt ist, kann auch in dieser Lösung sicher und schnell miteinander kommuniziert werden. Allerdings sind aufgrund der dabei nötigen Verschlüsselungen die Latenzzeiten recht hoch. Aber auf jeden Fall ist auch diese Variante sicherer für den Austausch sensibler oder vertraulicher Daten als jegliche ungeschützte Kommunikation über das öffentliche Netz. Auch wenn es nur eine einfache E-Mail ist.

Welche Leistungen bietet EWE rund um das Thema Standortvernetzung?

Erfahren Sie mehr über unsere Produkte und Dienstleistungen und lassen sich gerne von uns beraten.

Leased Line

Wir realiserien Ihren Punkt-zu-Punkt-Datenaustausch zwischen Ihren verschiedenen Standorten immer über einen zentralen Ort.

Multi Connect

Vernetzen Sie Mitarbeiter an den Hauptstandorten, Geschäftsstellen und im Homeoffice über ein eigenes Firmennetz (LAN).

Menschen in einem Startup-Büro nutzen schnelles Glasfaser bei der Arbeit.

Schnelles Internet

Nutzen Sie Glasfaser-Internet und Direktanbindungen von EWE, um sich optimal für die digitalisierte Welt von heute aufzustellen.

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